Ambulante Betreuung in eigener Wohnung
Betreutes Wohnen im eigenen Wohnraum
Der junge Mensch lebt in einer selbst angemieteten Wohnung, die Fachkraft kommt aufsuchend dazu. Nach dem Prinzip „Raum zum Scheitern“ greift die Bezugsperson nur dort ein, wo es nötig ist, um Risiken zu begrenzen.
Wo dieses Angebot im Verlauf steht
Die ambulante Betreuung ist in der Regel der letzte Schritt einer längeren Hilfe: Nach einer intensiven Einzelbetreuung und, wo sinnvoll, einer Zeit in der Projektstelle zur Verselbständigung zieht der junge Mensch in eine eigene Wohnung. Die Bezugsperson bleibt, ist aber nicht mehr täglich vor Ort, sondern kommt nach Bedarf.
Woran gearbeitet wird
- Haushaltsführung: Einkaufen, Kochen, Putzen, Wäsche, Organisation des Wohnraums
- Finanzmanagement: Verwaltung des monatlichen Budgets, Einhalten finanzieller Verpflichtungen
- Schule und Beruf: Schulbegleitung, Bildungseinstieg, Suche nach Praktikum oder Ausbildungsplatz
- Behördengänge: Anträge, Termine, Arztbesuche
- Alltagsstruktur: verlässliche Routinen ohne tägliche Kontrolle
- Emotionale Unterstützung: Ansprechbarkeit in Krisensituationen
Das Prinzip „Raum zum Scheitern“
Selbstständigkeit entsteht nicht durch Aufsicht, sondern durch Erfahrung. Der junge Mensch darf Fehler machen und daraus lernen; der Bezugsbetreuer greift nur ein, um Risiken zu minimieren. Ziel ist es, ihm zu ermöglichen, eigenverantwortlich, selbstbestimmt und beruflich orientiert in die Zukunft zu gehen.
Konkrete Anfrage?
Sie haben einen Fall, für den die Regelangebote nicht mehr passen? Rufen Sie uns an. Im Gespräch klären wir gemeinsam, ob und in welchem Setting wir den jungen Menschen begleiten können.